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Foto: Radio Hamburg/Oldie 95
Das Estesperrwerkstor wird mit einem Schwimmkran gehoben.
Das 160 Tonnen schwere Estesperrwerkstor ist mit einem Schwimmkran in Hamburg-Cranz gehoben worden.
Seit Monaten ärgern sich Autofahrer, Anwohner in Finkenwerder und Airbus-Mitarbeiter über das kaputte Estesperrwerk . Befahrbar oder nicht - das war lange Zeit ein ständiges Hin und Her. Dann die Hiobsbotschaft: für fünf Monate wird das Sperrwerk nicht befahrbar sein, denn die Reparaturarbeiten lassen sich nicht mehr aufschieben. Aufstöhnen bei allen Autofahrern, denn diese müssen riesige Umwege fahren, um in die Hamburger Innenstadt zu kommen.
Fotostrecke: So wird das Sperrwerkstor geborgen
Jetzt wurde ein erster Reparaturschritt unternommen und das Estesperrwerkstor gehoben. Das Tor war im Dezember 2011havariert. Der Grund dafür ist noch immer unklar. Möglicherweise gibt das Tor nun nach der Hebung Aufschlüsse über den Havariegrund. Keine leichte Aufgabe, schließlich ist das massive Tor 160 Tonnen schwer.
Eine Stunde hat die Hebung des Tores angedauert. Aufgrund des Tidenhubs war dafür nur ein kleines Zeitfenster zwischen 11 und 14 Uhr vorgesehen. Auch das Wetter spielte mit und es war nicht stürmisch. Nach der Hebung durch den Schwimmkran wird das Estesperrwerkstor nun in die Sietas Werft gebracht, wo es repariert werden soll. Mit acht Wochen rechnet die Hamburg Port Authority für die Reparatur.
"Zum Anfang der Sturmsaison, Mitte September - so um den 15. rum, sollte alles fertig sein und das Estesperrwerk wieder befahrbar sein", so Alexander Schwertner von der Hamburg Port Authority.
Am Sperrwerk gibt es mehrere Schadensstellen (Tor, Toraufhängung, Straßenbrücke) die nicht alle zugleich bearbeitet werden können. An den verschiedenen Schadensstellen wird zum Teil schweres Gerät eingesetzt, zum Teil müssen feste Vorrichtungen vor Ort errichtet werden, um die Reparaturen durchführen zu können. Für sämtliche Arbeiten ist der Platz sehr begrenzt, was paralleles Arbeiten zusätzlich erschwert.
Am Donnerstag, 8. Dezember, war es gegen 6 Uhr beim Schließen des Sperrwerks Estemündung zu einem Schaden an dem Sperrwerkstor und der darüber liegenden Klappbrücke gekommen. Das Tor des Sperrwerks war beim Schließen rund 70 Zentimeter nach oben gedrückt worden und hatte die darüber liegende Straßenbrücke um etwa 15 Zentimeter angehoben.
Die Hamburg Port Authority hat bisher 2,5 Millionen Euro in die gesamte Reparatur gesteckt.
(aba)